Hautpflege

    Auf meiner Skincare-Journey habe ich vor allem eines gelernt: Das beste Mittel bringt nichts, wenn die Hautbarriere gestört ist. Denn in diesem Fall kommt die Haut mit den Inhaltsstoffen nicht zurecht, sie reagiert empfindlich oder verliert zu viel Feuchtigkeit. Die Folge: schuppige und ölige Haut zugleich.

    Ich erkläre dir, wie du eine geschwächte Hautbarriere erkennst und was du tun kannst, um sie wieder aufzubauen. Eines vorweg: Weniger ist hier mehr. Daher rate ich dir zuerst, weniger Hautpflegeprodukte in deiner Pflegeroutine zu benutzen. Drei simple Schritte reichen: reinigen, nähren, pflegen.

    Wieso ist eine intakte Hautbarriere so wichtig?

    Eine funktionierende Barriere ist wie ein Haut-Türsteher, der in beide Richtungen funktioniert: Er sorgt dafür, dass das drin bleibt, was drin bleiben soll und das draußen bleibt, was draußen bleiben soll. Die Hautbarriere schützt dich vor äußeren Einflüssen wie freien Radikalen, Bakterien und UV-Schäden, die die Haut schneller altern lassen.

    Der Öl-Wasser-Haushalt spielt bei der Haut eine wichtige Rolle.

    Sie sorgt außerdem dafür, dass weniger Feuchtigkeit verloren geht. Das bedeutet, dass das Öl-Wasser-Niveau normal und in Balance ist. Das ist essentiell für eine gesunde Haut.

    Gerät die Haut aus der Balance können verschiedene Probleme auftauchen: Akne, Rosazea, Schuppen, übermäßige Talgproduktion und viele mehr. Daher ist eine gesunde Hautbarriere so wichtig.

    Wie erkenne ich eine geschwächte Hautbarriere?

    Ich hatte auch eine geschwächte Hautbarriere. Das habe ich an meiner schuppigen Haut um den Mund herum erkannt. Und die hatte ich, obwohl meine T-Zone so viel Öl produziert hat, dass ich ein Ei darauf hätte braten können. Selbes Gesicht, zwei unterschiedliche und extreme Konditionen: ein Indikator für eine geschwächte Hautbarriere. Das hat mit Mischhaut gar nichts mehr zu tun gehabt.

    Akne kann ein Grund für eine gestörte Hautbarriere sein.

    Die 7 wichtigsten Anzeichen für eine gestörte Hautbarriere habe ich für dich zusammengefasst:

    1. Rötungen und Rosazea, vor allem an den Wangen und auf der Nase.
    2. Feuchtigkeitsarme Haut, die (lokal) zu Schuppen und trockenen Hautstellen neigt.
    3. Extrem sensible Haut, die auf fast alles reagiert.
    4. Juckreiz und Hautstellen, die spannen.
    5. Eine raue Hautoberfläche.
    6. Akne und das vermehrte Auftreten von Pickeln.
    7. Viele feine Falten im Gesicht, die durch den Feuchtigkeitsverlust auftreten.

    Äußere Einflüsse, die die Hautbarriere schwächen

    Zu viel Reinigung

    Reinigt man die Haut zu oft und zu lange, kann das die Hautbarriere schwächen. Hast du mal probiert, dein Gesicht morgens nur mit Wasser zu reinigen? Das kann eine Option für dich sein, damit sich der natürliche Säureschutzmantel regeneriert.

    Ein solider Cleanser, der die Hautbarriere nicht unnötig belastet: R.E.D. Blemish clear soothing foam von Dr.G
    [unbezahlte Werbung] Hat mir geholfen, meine Hautbarriere wiederherzustellen: Der R.E.D. Blemish Clear Soothing Foam von Dr.G. Gibt es bei yesstyle.com

    Ich entscheide morgens spontan, ob ich ein Reinigungsgel brauche: Wenn meine Haut sehr viel Talg über Nacht produziert hat, greife ich zu einem Produkt. Das ist meist nur im Sommer nach heißen Nächten oder an bestimmten Tagen im Zyklus der Fall. Ansonsten reicht Wasser für mich aus.

    Zu viel chemische Peelings

    Peelings oder Säuren wie BHA, AHA oder PHA schwächen die Hautbarriere, vor allem wenn man sie zu oft benutzt. Chemische Peelings eignen sich super, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen, sind aber mit Vorsicht zu genießen. Bei einer geschwächten Hautbarriere würde ich höchstens 1x/Woche ein Peeling benutzen.

    Vorsicht mit chemischen Peelings bei einer geschwächten Hautbarriere.
    [unbezahlte Werbung] Mein heiliger Gral unter den chemischen Peelings: Der Skin Perfecting 2% BHA Liquid Exfoliant von Paula’s Choice*. Aber Vorsicht: Bei einer gestörten Hautbarriere sollte man sehr sparsam mit chemischen Peelings umgehen.

    Hier kommt es auch auf die Menge des aktiven Wirkstoffes an. Ich habe gute Erfahrungen mit chemischen Peelings gemacht, die 1-2% Wirkstoff enthalten. Wie oft du chemische Peelings anwenden kannst, kommt auf deinen Hauttypen an. Menschen mit öliger Haut kommen damit besser zurecht als solche mit trockener Haut.

    Falsche oder aggressive Inhaltsstoffe

    Generell sollte die Haut nach der Reinigung nicht spannen. Spannt sie, ist das ein Indiz dafür, dass die Inhaltsstoffe zu aggressiv sind bzw. die Haut austrocknen. Wähle ein Reinigungsgel, das auf deinen Hauttypen abgestimmt ist. Reinigungsmilch eignet sich für trockene Haut. Mischhaut und ölige Haut vertragen auch Reinigungsgele.

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    [unbezahlte Werbung] Ich verwende bspw. den Cream-to-Foam (Creme-zu-Schaum) Cleanser von Cerave. Er enthält zwar eine geringe Menge Salycylsäure, verspricht jedoch, die Hautbarriere nicht anzugreifen. Bislang bin ich überzeugt von diesem Produkt.

    Zu heißes oder zu kaltes Wasser

    Zu warmes oder zu kaltes Wasser kann ebenfalls der Haut schaden. Das Gesicht sollte man außerdem nicht trocken rubbeln – besser ist es, es trocken zu tupfen.

    Schlechter Lifestyle

    Zu viel Alkohol, zu wenig Wasser und zu viele fettige Lebensmittel bzw. eine unausgewogene Ernährung können die Talgproduktion von Innen heraus ankurbeln oder deine Haut austrocknen. Das schwächt nicht direkt die Hautbarriere, sorgt aber für ein Ungleichgewicht. Rauchen, zu wenig Schlaf und Stress sind ebenfalls ungünstig.

    Eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lifestyle können deine Haut dabei unterstützen, sich zu regenerieren.

    Keep it simple. Der Hautbarriere zuliebe

    Zu viel von allem ist schädlich: 10x den Toner auftragen? Keine gute Idee. Tripple Cleansing. No-no! Waschgel, Toner, Vitamin C, Niacinamide, Retinol, Geschichtscreme und Sonnencreme hintereinander aufgetragen ist einfach too much und Stress für dich und deine Haut.

    Konzentriere dich auf drei, maximal vier Produkte: ein mildes Waschgel, ein feuchtigkeitsspendendes Produkt oder Serum und eine Sonnencreme tun es auch.
    Umso weniger Produkte du benutzen wirst, desto eher erholt sich deine Haut und desto schneller heilt sie sich selbst. Öle können verhindern, dass zu viel Feuchtigkeit verloren geht, beschleunigen die Wundheilung und nähren manchmal besser als Seren, können jedoch Fungalakne verschlimmern. Fungalakne sind viele kleine Pickel, die überwiegend auf der Stirn auftreten.

    Ich würde dir an dieser Stelle meine DIY-Öle empfehlen, aber da ätherische Öle bis in tiefe Hautschichten und in die Blutbahn eindringen können, lege ich sie dir nur bei einer intakten Hautbarriere ans Herz.

    Die Hydro Barrier Cream von Etude House Soon Jung hat mir geholfen, meine Hautbarriere zu stärken.
    [unbezahlte Werbung] Die beste Creme, die ich bisher hatte: Die Hydro Barrier Cream von Etude House Soon Jung. Gibt es unter anderem bei koreanskincare.nl. Die Creme ist auch für Haut geeignet, die zu Akne neigt. Viele Produkte, die sich für die Stärkung der Hautbarriere eignen, werben mit Wörtern wie „Barrier“.

    Noch ein Tipp: Schau, was dir gut tut und halte an einer Routine fest. Wenn du zu oft deine Kosmetikprodukte wechselst, tut das deiner Haut ebenfalls nicht gut. Und deinem Geldbeutel auch nicht. Und: Versuche neue Produkte nicht auf einmal zu integrieren, sondern nacheinander im Abstand von mindestens 2 Wochen. Falls du etwas nicht verträgst, kannst du den Übeltäter so viel besser ausfindig machen.

    Finger weg von diesen Inhaltsstoffen

    Hamamelis, besser bekannt als Witch Hazel, zu starke Sulfate wie SLS, Peelings aller Art und Alkohol schwächen deine Hautbarriere. Aber nicht alle Alkohole sind schlecht. Gut sind: Cetyl Alcohol, Cetearyl Alcohol, Stearyl Alcohol, Lauryl Alkohol, Myristyl Alcohol, Palmitoleyl Alcohol, Oleyl Alcohol, Arachidyl Alcohol, Lanolin Alcohol, C 14-22 Alcohols.

    Wie stärkt man die Hautbarriere?

    Mit einer Mischung aus gesundem Lifestyle, wenigen, aber guten Produkten und mit viel Selbstliebe klappt das mit der gesunden und strahlenden Haut. Neben den oben beschriebenen No-Go‘s gibt es eine Reihe an Inhaltsstoffen, die besonders gut für die Hautbarriere sind.

    Achte aber darauf, dass es neben den Inhaltsstoffen auch immer auf die Formulierung der Produkte ankommt. Und die kennt oft nur der Hersteller. Manchmal lohnt es sich, ein Produkt zu testen, auch wenn die Inhaltsstoffe auf den ersten Blick vielleicht nicht die erste Wahl sind. Ich würde immer nach dem Hauttypen gehen. Daran kann man sich gut orientieren.

    Feuchtigkeitsspender können die Hautbarriere stärken.

    Inhaltsstoffe, die die Hautbarriere wieder herstellen, Feuchtigkeit spenden und die Haut beruhigen, sind:

    • Ceramide, Fettsäuren, natürliche Feuchtigkeitsspender, Niacinamid (Vorsicht bei Fungalakne)
    • Hyaluronsäure (empfehle ich nur in Kombination mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme in unserem Breitengrad), Glycerin (Fungalakne-Trigger) und Panthenol
    • Aloe-Vera-Extrakt, Centella Asiatica und Ringelblumenextrakt

    Hast du noch mehr Tipps? Schreibe es in die Kommentare und teile dein Wissen mit anderen Skincare-Begeisterten 🙂


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